Lauter und vielfältiger Protest gegen Pegida

Nach einer mehrwöchigen, intensiven Werbeoffensive geriet die Pegida-Kundgebung zum absoluten Reinfall. Trotz der Verschandelung unzähliger Scheibenwischer und Zeitungskästen mit „Lutz kommt!“-Zettelchen und der Vermittlung von Mitfahrgelegenheiten blieb der Publikumsansturm aus. Stargast Bachmann spielte dementsprechend auch lediglich ein 10-minütiges Pflichtprogramm ab.

Nach Polizeiangaben nahmen an der Spitze 170 Personen an der Pegida-Versammlung teil, die von 1.300 Gegendemonstrant_innen umringt wurden. Ein Pegida-Aktivist beschädigte bei seinen gewohnheitsmäßigen Attacken auf die „Lügenpresse“ eine Fotokamera, ein weiterer wurde beim Pflastersteinewerfen auf „Bunt-Faschisten“ einkassiert. Ebenso erging es einem Hitlerfan.

Neben den entschlossenen Protesten am Marienplatz, die die rechte Hetzveranstaltung verdeckten und übertönten, setzten zahlreiche Leute am nahegelegenen Max-Joseph-Platz bei wummernden Bässen ein Zeichen gegen Nationalismus und Hass.