7. November: Keine Nazis vor der Feldherrnhalle!

Für Montag, den 7. November kündigt der Münchner Pegida-Ableger ab 19 Uhr einen Aufmarsch am Odeonsplatz an. Ein Naziaufmarsch in unmttelbarer zeitlicher Nähe zum Jahrestag des Hitlerputsches und der Novemberpogrome ist nicht hinnehmbar. Wir rufen alle Münchnerinnen und Münchner dazu auf, sich der rechten Hetze entgegen zu stellen.

Pegida hat sich in den letzten Monaten kontinuierlich radikalisiert.

Die Einladung des NPD-Stadtrates Karl Richter zeigt einmal mehr, dass es sich bei Pegida um einen waschechten Naziaufmarsch handelt. Auch der Auftritt des ihres Vorstandes Heinz Meyer bei einer Kundgebung des neonazistischen ‚Dritten Wegs‘ und die regelmäßige Beteiligung von verurteilten Rechsterroristen wie Karl Heinz Statzberger und Thomas Schatt bei montäglichen Aufmärschen zeigt, dass von dem bürgerlichen Image das Pegida gerne hätte, nicht mehr viel übrig ist. Dass der ehemalige „Die Rechte“-Aktivist und Neonazi Lukas Bals bei Pegida-Kundgebungen als Moderator und Versammlungsleiter auftritt, markiert die selbe Entwicklung.

Der Aufmarsch soll am Odeonsplatz, dem Ort des 1923 geschieterten Hitlerputsches stattffinden. Da es sich zeigt, dass die Verbotspolitik der Stadt kein wirksames Mittel gegen Pegida ist, ist es um so mehr Aufgabe der Zivilgesellschaft, die rechte Hetze nicht unwidersprochen geschehen zu lassen und Aufmärsche wie diesen zu verhindern. Letztes Jahr konnte der Aufmarsch von Pegida am 9. November erfolgreich durch mehrere tausend Menschen an der Münchner Freheit blockiert werden, daran gilt es anzuknüpfen.