Pegida? Kann weg!

Am 12. Januar 2015 marschierte ein Best Of des Gruselkabinettes rechter Ideologien in München auf: mehr als 1.500 „besorgte Bürger“, also die Anhängerschaft von rechtspopulistischen Internetblogs, Verschwörungstheorien und AfD samt der Creme de la Creme der organisierten Neonaziszene, liefen vom Sendlinger Tor zum Stachus. Abgeschirmt durch ein enormes Polizeiaufgebot und mehrreihige Gitter, war hiermit PEGIDA auch in München angekommen – zunächst unter dem Label BAGIDA. Noch in der Vorwoche war ein konkurrierender Versuch, PEGIDA nach München zu importieren, krachend gescheitert: Tausende Menschen hatten sich MUEGIDA gleich am Auftaktort in den Weg gestellt. Eine Niederlage, von der sich die Gruppe um T. Weiß nicht mehr erholen sollte.

Nach allerlei Streitigkeiten und Spaltungen wurde BAGIDA zu PEGIDA-München. Neben dem Namen hat sich auch der Ausdruck geändert: wurde anfangs noch die offensichtliche Nähe zu Neonazis geleugnet, so nimmt man nun kein Blatt mehr vor den Mund. Nicht nur dominieren Naziparolen die Performance, auch der Großteil der organisatorischen Arbeit, von der Versammlungsleitung über die Redebeiträge, wird mittlerweile von Neonazis übernommen.

Wenn am 16. Januar PEGIDA-München zweiten Geburtstag feiert, rufen wir gemeinsam mit vielen anderen Antifaschist_innen zum Protest auf.
Eine antifaschistische Demonstration startet um 18 Uhr am Odeonsplatz.